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Partition - Motetten aus dem 13. und 14. Jahrhundert

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Motetten aus dem 13. und 14. Jahrhundert - Band 2 (Partition)

Motetten aus dem 13. und 14. Jahrhundert



  • Volume : Band 2
  • Instrumentation : für gleich- und mehrstimmige Chöre
  • Matériel : Partition
  • Editeur :
    Kunzelmann


Informations Complémentaires

  • No Article :
    KUNZE02272
  • Nombre de pages : 24 Seiten
  • Description :

    In der Periode zwischen 1220 und 1320, die in der Kunstgeschichte als Glanzzeit der Gotik bezeichnet wird, ist der motetus französischen Ursprungs zur vorherrschenden Kunstgattung der europäischen Musik geworden. Dem motetus ging eine sehr bedeutende Neuerung der Notre Dame-Schule, die sogen. clausula voran: ein, in den Vortrag einstimmiger Kirchengesänge eingefügtes mehrstimmiges Zwischenspiel mit gebundenem Rhythmus, in welchem die leitende Stimme, der Tenor, aus Gregorianischen Melodiefragmenten gebildet ist. Die Gegenstimme des Tenors (duplum) wurde mit Text versehen und „motetus" genannt („mot": Wort); daher stammt auch die Bezeichnung der Kunstform. Im Falle von drei oder vier Stimmen wurden die weiteren als „Triplum", bzw. „Quadruplum" bezeichnet.|In der ersten Zeit stand der lateinische Text der Gegenstimmen gewöhnlich mit dem als Quelle des Tenors dienenden Kirchengesang in Verbindung. Später erlebte die Gattung auch außerhalb der Kirche eine Blütezeit; in den Oberstimmen erschienen Zitate aus volkstümlichen Liedern, manchmal sogar aus Liebesliedern, gefühlsvolle, heitere und humoristische Texte sowohl in lateinischer, als auch französischer Sprache, gelegentlich auch zweisprachig. Der Wohlklang der Intervalle war nur für den Tenor verbindlich und dadurch fand die ungemein rauhe und eigenartige Klangwelt des Motetus beim in der Dur-Molltonalität erzogenen Geschmack der späteren Zeiten kaum Anklang.|Es sind mehrere hundert ursprüngliche „motetus" an verschiedenen, ferne voneinander liegenden Orten erhalten geblieben: Oxford, Paris, Montpellier, Wolfenbüttel, Bamberg, Torino, Madrid. Die einstige Popularität der Gattung ist auch dadurch bewiesen, daß mehrsprachige oder textlose, zwei-, drei- und vierstimmige Varianten desselben Werkes in verschiedenen Sammlungen vorkommen.|Der Tenor wurde meistens auf irgendeinem Streich- oder Blasinstrument gespielt. In der vorliegenden Ausgabe gibt es einige Stücke, die nur auf diese Weise vorgetragen werden können. Wo es möglich war, haben wir den Tenor mit Text versehen, wobei die in den verschiedenen Quellen vorkommenden Versionen kombiniert wurden. In solchen Fällen beziehen sich die Ligaturen auf instrumentale Aufführung. Die „motetus" können sowohl von Männer-, als auch von Frauenstimmen vorgetragen werden. Im ersteren F:11 klingt das Werk um eine Oktave tiefer, folglich ist auch die Stimme des mitspielenden Instruments entsprechend transponiert zu werden. Bei der Auswahl und Zusammenstellung wurde nach Mannigfaltigkeit gestrebt: in der Stimmung und dem Inhalt der Texte, in der Kombination lateinischer und französischer Stimmentexte und in den musikalischen Lösungen (Rhythmus, Melodie, Struktur). Obwohl die ursprüngliche Schreibweise der Gesangtexte inkonsequent ist und die Regeln der lateinischen bzw. französischen Schriftsprache nicht befolgt, ließen wir den Text überall in der ursprünglichen Form gelten.|Im folgenden werden einige interessante Züge hervorgehoben: No. 8. Die Motetus-Melodie kehrt am Ende des Stückes im Triplum wieder; No. 9. Die Quelle des Werkes war die vierstimmige Clausula-Komposition von Perotinus; No. 10. Melodie und Text des Motetus sind mit dem oft zitierten, berühmten Teil der Komposition „Jeu de Robin et de Marion" von Adam da la Halle identisch; No. 11. Auffallend ist die Häufigkeit der Imitation zwischen den Stimmen, ferner die Reprise am Ende des Stückes, wo Triplum und Motetus gewechselt auftreten; No. 12. Instrumentales Vor- und Nachspiel; No. 17. Ungewöhnlich große Intervalle in der Melodieführung, die durch den Passionstext begründet sind; No. 20. Am Ende des Motetus-Textes steht ein Hexameter-Zitat aus dem Verszyklus „Ars amatoria" von Ovid.||Gábor Darvas|

  • Contenu :

    |Inhalt:||12. Marie assumptio - Huius chori||13. Stirps regia - Armonizans cantica - Amen||14. Prima cedit femina - Mulierum hodie - Mulierum .||15. Il n'a en toi - Robins, li malvais ouvriers - Omnes||16. Qui amours vuelt mantenir - Li dous penser - Cis a cui ||17. Non pepercit Deus filio - Non pepercit Deus nato - Mors||18. Dieus! ou pourrai je - Ce sont ainouretes - Omnes ||19. Ave, regina - - Alma Redemptoris - Alma||20. El mois de mai - De se debent bigami - Kyrie||21. Celi domina - Ave, virgo - Et super||22. Dieus! je fui - Dieus! je n'i - Et vide .|


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